ARCHITEKTUR

Das Schloss von Freistroff gehört seit 1991 zu den historischen Bauwerken. Es wurde im Mittelalter errichtet aber sein heutiges Aussehen stammt von verschiedenen Änderungen im XVIII. Jahrhundert.

Das Schloss wurde hauptsächlich mit rotem Sandstein der umliegenden Gegend gebaut aber in manchen Teilen wurden aber auch Steine benutzt die dem Jaspis Marmor ähnlich sind. Diese Steine werden in der Gegend von Luneville gefunden, sind für Skulptur bestens geeignet, verwittern aber leicht weil sie gipshaltig sind.

Ursprünglich waren die Dächer sehr steil und mit Schiefer bedeckt und danach teilweise mit mechanischen Ziegeln.

Das Schloss mit einen seltsamen ovalen Bauplan besteht in Wirklichkeit aus sechs Teilen die einen rechtwinkeligen Hof umfassen.

Im XIX. Jahrhundert wurde noch ein kleines Gebäude an der aüsseren Nord-West Seite angebracht.

Die Überreste des ersten Schlosses aus dem XIV. Jahrhundert sind die Fundamente, die fast zwei Meter breit sind und auf denen sich die Süd-und-Nordgebäude teilweise erheben sowie zwei Gewölbebogen und eine Falz des Fallgatters der Fallbrücke eines Tores aus dem Mittelalter.

Das alte Schloss wurde vor 1536 zerstört und durch einen neuen Bau ersetzt, dessen Bauart dem heutigen Schloss sehr ähnlich sein musste.

Die ersten Bauarbeiten fanden in einem Zeitabschnitt von 1536 bis 1546 statt. Zu dieser Periode wurde der gesamte Bau errichtet sowie die vier Türme in den inneren Winkeln. Man kann noch die Überreste von 8 Stützsteinen sehen, die Strebenbalken stützten, auf welchen der überstehnde Dach lag um den Vorbau zu schützen.

Die schönsten Teile der Fassaden zum Hof sind die drei Türme in den Winkeln Nord-West, Süd und Süd-Ost, auf welchen sich die gesamten Zierungen befinden (der Nord-Ost Turm wurde in XVIII. Jahrhundert durch ein Treppenhaus ersetzt). Die sechseckigen Türme besitzen einen Turmhelm für die jenigen im Nord-Westen und Süden ; derjenige im Süd-Osten ist vom einem kaiserkronenförmigen Dach bedeckt. Die Besonderheit eines dieser Türme besteht hauptsächlig darin dass seine Fenster -auch Gefällfenster genannt - schiefwinkelig sind und denselben Winkel haben wie die innere Wendeltreppe. Diese Besonderheit ist sehr selten und befindet sich nicht nur in Freistroff sondern auch in  Blois.

Im Inneren des Schlosses haben die Türme ihre schraubenförmige Treppe erhalten mit einem schneckenförmigen Kern der aus Laufkränze besteht. Sie wurden im selben Sinn erbaut, sind aber im Einzelnen verschieden : eine merkwürdige Verschiebung der Wülste in der Hälfte der Höhe des Süd-Ost Kerns gibt die Meisterschaft des Steinhauers zu erkennen während eine Zierleiste in der Vertiefung der Wülste den Schwung verstärkt in der Süd-Treppe

Das Gebälk aus Eichen stammt aus dem XVI. bis XVIII. Jahrhundert.